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"Hausarrest" wegen Corona? - Der AEAS gibt Tipps zur Beschäftigung mit dem Hund

Liebe Doggenfreunde,

in Zeiten des Corona-Virus sind weitreichende Einschränkungen für uns alle erlassen worden. Dieses trifft natürlich auch uns als Hundebesitzer. Die Ortsgruppenübungsstunden fallen aus, die Hundewiesen sind geschlossen und Spaziergänge noch zu max. 2 Personen zulässig. Somit findet auch das „Hundeleben“ nur noch eingeschränkt statt. Spaziergänge alleine können unsere Doggen nicht auslasten.

Aus diesem Grunde möchte der Ausschuss für Erziehung, Ausbildung und Sport (AEAS) im DDC allen Mitgliedern durch einige Übungsanleitungen und Tricks in diesen schwierigen Zeiten zur Seite stehen. Kopfarbeit lastet unsere Hunde ebenso gut aus wie spazieren gehen. 

Hier unsere ersten Anregungen zur Arbeit mit Ihrem Hund:

Verstecken Sie in der Wohnung unter Einbeziehung aller Zimmer Leckerchen, ohne dass der Hund diese sieht. Anschließend lassen Sie den Hund diese suchen. Der Einsatz der Nase über 10 Minuten strengt den Hund ähnlich an wie ein längerer Spaziergang. Alternativ kann das natürlich auch im eigenen Garten geschehen. Hier kann man sogar eine kleine Fährte treten und diese mit Leckerchen attraktiv gestalten. Als Leckerchen eignen sich besonders Dinge, die der Hund gerne mag und nicht täglich bekommt, z.B. kleine Würfel von Hartkäse, Leber/Fleischkäse oder Frolic.

Wir  werden in wenigen Tagen weitere Übungen veröffentlichen, damit die Abwechslung nicht zu kurz kommt. Sie finden diese auf dieser Seite. 
Außerdem werden wir diese Tipps und Tricks auch auf der Facebook-Seite des DDC veröffentlichen.

Viele Grüße, 
Joachim Möller, Deutscher Doggen Club 1888 e.V., Ausschuss für Erziehung, Ausbildung & Sport
 

Trick Diener oder Kompliment oder Verbeugen

Für jede Altersgruppe geeignet.  Die Übung wird auch im normalen Bewegungsmuster gezeigt und ist somit eine natürliche Bewegungsabfolge. Die Übung dient zusätzlich als „Stretching“

Eine Möglichkeit des Aufbaus:
In beide Hände Kekse nehmen. Keks ist der Oberbegriff für eine Belohnung (normales Futter, Fleisch, Käse u.s.w.) 

Mit einer Hand zur Nase des Hundes gehen, dort andocken (Hand an den Nasen/Schnauzenbereich) und dort mit der Hand bleiben. Die Hand nach unten führen. Mit der Hand Richtung Brustkorb, zwischen den Vorderbeinen durch. So, als wollte man eine Markierung, zwei Zentimeter unterhalb des Brustkorbs, hinter den Vorderläufen anbringen. Im Regelfall folgt der Kopf des Hundes der Hand und der Popo bleibt oben und die Vorderläufe werden gesenkt. Bingo! Jetzt kommt das Signalwort (z. B. Diener), Lobewort und jetzt belohnt. Aber !wichtig! nicht mit der Hand, die den Keks hält, sondern mit der anderen Hand. Wer kann wirft den Keks seitlich neben den Hund. Warum mit der anderen Hand belohnen? Gebe ich mit der nach unten lockenden Hand die Belohnung, folgt der Hund dieser Kekshand. Auch wenn im späteren Verlauf des Trainings die Hand nach oben geht, weil der Hund länger im Diener bleiben soll, verlockt die Hand den Hund dann nicht, wieder die Position zu verlassen
Jetzt kommt eine Merkregel. Nach 3-4 Übungen mit gleichem Ablauf; sollte die Übung verändert werden
z. B. die Hand nicht mehr so tief senken, kein Leckerchen mehr in der Lockhand, die Wartezeit bis zur Belohnung verlängern, vor dem Geben der Belohnung gerade werden
Endziel ist ein  Hund, der auf das Hörzeichen seinen Diener macht und dort bis zur Auflösung bleibt
Bei Hunden, die den Trick gut können, kann man um den Hund herumgehen, einen Keks auf der Kruppe plazieren und vieles mehr. Weitere Videos über den „Diener“ findet ihr ab heute Nachmittag auf der Homepage des DDC.
Viel Spaß bei der Übung wünscht Barbara Kehrmann

Wir  werden in wenigen Tagen weitere Tipps und Tricks veröffentlichen, damit die Abwechslung nicht zu kurz kommt. 
Außerdem werden wir diese Tipps und Tricks auch auf der Facebook-Seite des DDC veröffentlichen.

Bleiben Sie gesund in dieser schwierigen Zeit
Ihr Ausschuss für Erziehung, Ausbildung & Sport

„Schau mir in die Augen“

Diese Übung eignet sich für Hunde jedes Alters.
Warum „freiwilliger Augenkontakt“? Wir bieten damit dem Hund eine Kommunikationsmöglichkeit und die Möglichkeit uns um „Erlaubnis“ zu fragen. Hunde können ihre Wünsche durchaus dokumentieren. Oft aber unerwünscht durch bellen, anspringen etc. Jetzt bieten wir dem Hund einen anderen Weg an.
Sowohl sehr gut nutzbar im Alltag, als auch für den Hundesport. Es ist schwierig den Hund konzentriert und mit hoher Aufmerksamkeit trotz Ablenkungen durch eine Prüfung zu führen. Auch hier ist es empfehlenswert den Blickkontakt immer wieder zu üben.

Übung Schritt 1 Trainingszeit mehrfach am Tag 30 Sekunden bis 2 Minuten
Zum Training anfangs ohne Ablenkung und den Hund anleinen und auf die Leine stellen. (Dadurch wird hochspringen, um den Menschen herumlaufen und ähnliches verhindert) Über einen Zeitraum von 2-3 Tagen wird der Keks (Synonym für alles was der Hund gerne mag) zur Nase des Hundes geführt und von da zur Nasenwurzel des Menschen (ungefähr da wo eine Brille sitzen würde). Zusätzlich wird das ganze von Lobeworten begleitet. 

Im Video ist zu Übung 1 eine Variante zu sehen, wie der Hund lernen kann Euch anzusehen (zu fragen, Blickkontakt aufzunehmen). Ihr braucht dazu nur ein paar Leckerchen, die der Hund gerne mag

Übung Schritt 2 Trainingszeit mehrfach am Tag bis maximal 2 Minuten
Wichtige Merkregel ! Menschen halten schlecht aus, wenn sie keine Aufmerksamkeit bekommen. Würde der Hund in einer Situation in der er unaufmerksam ist (z. B. der Kopf wird weggedreht) angesprochen, lernt der Hund: Ich ignoriere meinen Menschen, Bingo !, dann gibt es eine Ansprache, also lohnt sich das Wegschauen.
In beide Hände kommen Kekse und die Hände kommen während des Trainings hinter den Rücken. Dreht der Hund den Kopf zum Menschen kann schon ein Lobewort erfolgen, aber kein Keks!, der Mensch sollte 2-3 Lobeworte hinbekommen, während der Hund einen anschaut. Bricht der Hund ab und schaut weg, unterbricht der Mensch sofort die Lobeworte. Es geht erst weiter, wenn die Aufmerksamkeit des Hundes da ist. Klappt die Aufmerksamkeit des Hundes dann geht die Hand mit dem Keks, die hinter dem Rücken war, zur Nasenwurzel des Menschen und von da zum Maul des Hundes. Es wird immer mit unterschiedlichen Händen belohnt, mal von links, mal von rechts. Warum die Hand erst noch einmal zur Menschennase soll? Um das Hochschauen zu verstärken und die Verbindung zu den Augen zu verstärken.

Hundesportler können diese Übung in der Grundstellung trainieren. Das hilft später enorm beim Training auf dem Hundeplatz, denn egal wo das Futter untergebracht ist in einer Hand oder Tasche, der Hund hat gelernt, dass er nur übers aufmerksame Mitarbeiten an seine Belohnung kommt.
Auch in der Hundesportausbildung wird diese Übung anfangs ohne Hörzeichen trainiert. Ein Hörzeichen kann später immer noch eingebaut werden um den Blickkontakt in bestimmten Situationen einfordern zu können.

Übung Schritt 3 
Dem Hund vielfältige Aufgaben stellen und so für Abwechslung und Auslastung sorgen. Die Schwierigkeitsgrade werden erhöht und das Training anspruchsvoller.
Mehr „Stille“ zwischen den Lobeworten. Auf Prüfungen ist Stille normal. Zeiten und Entfernungen, Trainingsgelände variieren. Mehr Ablenkungen hineinbringen

Klappt alles gut, können jetzt spannende Trainingsschritte eingeführt werden
Hundesportler können so das Aufmerksamkeitstraining locker  intensivieren

Beispiel:
1.Ein Keks (wie immer ist Keks als Oberbegriff  gemeint für Dinge die der Hund begehrt) kommt in die seitlich ausgestreckte Hand und erst nachdem der Hund mindestens 3 (eventuell gedachte)  Lobeworte lang Augenkontakt gehalten hat, gibt es den Keks
2. der Hund hält Augenkontakt und ein Keks wird seitlich weggeworfen und erst nachdem der Hund mindestens 3 (eventuell gedachte)  Lobeworte lang Augenkontakt gehalten hat, darf er zum Keks
3. Der Hund macht Sitz/Platz/Steh der Keks wird ca. 1 Meter entfernt vom Hund hingelegt. Der Mensch stellt sich daneben und  erst nachdem der Hund mindestens 3 Lobeworte (eventuell gedachte)  lang Augenkontakt gehalten hat, darf er den Keks holen
4. Hund macht Platz, der Keks wird auf die Pfote gelegt und erst nachdem der Hund mindestens (eventuell gedachte) 3 Lobeworte lang Augenkontakt gehalten hat, darf er sich den Keks nehmen (Anfangs kann man im Training die Hand über dem Keks schweben lassen)
Die „Mini“-Dogge in dem Video ist noch kein Jahr alt. Also früh übt sich….
Viel Spaß beim Training wünscht Monika Britzelmeier

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